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Kafka: vita e opere --la Praga di Kafka - autori praghesi ed ebraici - percorsi letterari

 

Konrad Kurzacz

 

Bruno Schulz und Franz Kafka
Der unmittelbare Vergleich ihrer Biographien

 

Bruno Schulz e Franz Kafka
Biografie in parallelo

 

 

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Viele Literaturwissenschaftler haben während der letzten Jahrzehnte auf die Ähnlichkeit der Werke von Franz Kafka und Bruno Schulz hingewiesen, doch dem Vergleich der zwei sehr ungewöhnlichen Biographien dieser Schriftsteller hat man vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit geschenkt [1]. Dabei ähneln sich doch diese undurchschnittlichen Lebensläufe in sehr vielen Punkten, was uns bei der Konfrontierung der Werke sicherlich eine sehr große Hilfe sein wird. Molti studiosi negli ultimi decenni hanno sottolineato la somiglianza tra le opere di Franz Kafka e quelle di Bruno Schulz, mentre minore attenzione si è prestata al confronto delle loro singolari biografie [1]. Eppure le loro non comuni vicende biografiche hanno analogie significative anche per la lettura comparata delle rispettive opere.

Kafka war neun Jahre älter als Schulz und auch der älteste unter seinen Geschwistern. Schulz dagegen war der Jüngste in seiner Familie, doch auch das schwächste Kind. Beide gehörten jüdischen Familien an, die jedoch schon zum größten Teil assimiliert waren und sich um den Wohlstand mehr sorgten, als um die jüdische Tradition, die als äußerlicher Schmuck verkommen musste. Infolgedessen lebten die beiden ihre Religiosität mehr in ihren Werken, als in der Wirklichkeit, aus. Es fiel den beiden später auch nicht schwer, Beziehungen zu Nicht-Jüdinnen einzugehen, und, im Falle Schulzens, auch der geliebten Frau wegen, aus der jüdischen Gemeinde auszutreten. Natürlich konnten sie kein Hebräisch, denn die Eltern selbst beherrschten nur einzelne Wörter der Sprache vergangener Zeiten. Kafka hat in seinen letzten Lebensjahren den Versuch unternommen, Hebräisch zu lernen, doch dieser musste an seiner schwindenden Gesundheit und einem eher kleinen Sprachtalent scheitern.

Kafka aveva nove anni più di Schulz ed era più vecchio delle sue sorelle. Schulz invece era il più giovane della famiglia, ed era il figlio più fragile.

Entrambi appartenevano a famiglie ebraiche in gran parte assimilate che prestavano maggiore attenzione al benessere materiale che alla tradizione ebraica, da loro considerata come orpello esteriore.
Per questo motivo entrambi espressero la loro religiosità più nelle opere letterarie che nella vita. Ad entrambi non fu difficile avere relazioni con donne non ebree, e Schulz per la donna amata si allontanò dalla comunità ebraica.

Non parlavano l'ebraico, lingua di cui gli stessi genitori conoscevano solo alcune parole. Kafka tentò di impararlo negli ultimi anni della sua vita, ma non vi riuscì sia per le sue precarie condizioni di salute sia per la sua scarsa propensione per le lingue straniere.

Beide lebten in ihrer Kindheit vor dem Ersten Weltkrieg zwar unter österreichisch-ungarischer Verwaltung, doch Prag und Drohobycz lagen auf ursprünglich tschechischem und polnischem Territorium, wo sich der Widerstand gegen die Besatzungsmacht allmählich zu formen begann. Die patriotische Thematik findet jedoch in ihren Werken keinen Platz, der für ihre Traumwelten reserviert war. Keinem von ihnen gelang es, obwohl sie es vergeblich versuchten, ihre Heimatstädte, die sie mal liebten, mal hassten, zu verlassen.

Entrambi passarono l'infanzia sotto l'amministrazione austro-ungarica del periodo precedente la Prima Guerra Mondiale; a Praga e Drohobycz, l'una su territorio ceco l'altra su territorio polacco, iniziavano a formarsi gruppi di resistenza alla potenza occupante. La tematica patriottica tuttavia non è presente nelle loro opere, che furono dedicate esclusivamente al mondo dei loro sogni. Nessuno di loro, nonostante i tentativi compiuti, riuscì ad andarsene dalla città natale, amata e odiata al tempo stesso.

Der Lebensabschnitt, der ihr Werk und ihr ganzes späteres Leben beeinflussen sollte, war die Kindheit. Hier muss man sowohl die Quellen für die vielen Komplexe, die sie hatten, als auch die vielen Symbole, die in ihren Werken immer wieder auftauchen, suchen. Beide waren ängstliche und empfindliche Kinder von sehr zarter und verletzlicher Natur. Damit ist nicht nur ihre Psyche gemeint, sondern auch ihr körperlicher Zustand. Schulz musste sich sein ganzes Leben mit schweren Krankheiten und einem Herzfehler rumplagen. Er war im Sportunterricht der schwächste und wurde von den anderen Kindern deswegen gehänselt. Obwohl Kafka um zwei, drei Köpfe größer war als Schulz, so fühlte er sein ganzes Leben lang seine körperliche Schwäche (vor allem seinem mächtig gebauten Vater gegenüber), die ihm 1917 einen entscheidenden Schlag versetzte, als man bei ihm Kehlkopftuberkulose feststellte, an der er schließlich im Alter von einundvierzig Jahren sterben musste. Sowohl Kafka als auch Schulz verbrachten viele Zeit in Sanatorien, wo sie sich dem Heilungsprozess ihres Körpers (und der Seele nebenbei) unterziehen mussten.

Per entrambi il periodo che influenzò la vita - e l'opera letteraria - fu l'infanzia. In essa va ricercata l'origine tanto dei loro complessi quanto degli innumerevoli simboli presenti nei loro scritti.

Entrambi furono bambini ansiosi e sensibili, teneri e vulnerabili, sia nella psiche che nel corpo. Schulz si trascinò per tutta la vita un difetto cardiaco e alcune gravi malattie. Era il peggiore nello sport e per questo veniva spesso canzonato dai compagni.

Kafka, benchè più alto di Schulz di due o tre teste, percepì per tutta la vita la sua debolezza fisica (soprattutto nel confronto col fisico possente del padre), e subì il colpo decisivo nel 1917, quando gli venne diagnosticata la tubercolosi alla laringe di cui morì all'età di quarantun'anni.

Tanto Kafka quanto Schulz passarono molto tempo nei sanatori, intenti a curare il corpo (e l'anima).

Schon während ihrer Kindheit wird ihre persönliche Abgrenzung zu dem Rest der Kinder in der Schule oder auf dem Hof deutlich. Ihre Entfremdung beginnt also mit der Einsamkeit, deren Spuren man schon in ihren frühen Kinderjahren suchen muss. Wenn man im Falle Kafkas und Schulzens das Wort Kindheit ausspricht, so darf man keinesfalls die Rolle der Väter außer Acht lassen, denn ihre Väter waren Gestalten von zentraler Bedeutung in ihrem Leben und Werk. Kafkas Vater war für seinen Erstgeborenen ein Tyrann, der einen echten Kafka aus ihm machen wollte, obwohl der Charakter und das Gemüt des Sohnes kaum gegensätzlicher ausfallen könnte. Schulzens intelligenter und träumerisch veranlagter Vater war dagegen zu seinem Sohn sehr sanft, deswegen liebte ihn Schulz so sehr, dass er ihn in seinen Texten verewigte, doch auf eine viel positivere Weise wie Kafka seinen Vater. Beide Väter besaßen Geschäfte, die nur dank der Mitgiften der Ehefrauen gegründet werden konnten. Hermann Kafka verkaufte Galanteriewaren, Jakob Schulz handelte mit Textilien.

Già durante l'infanzia si nota in entrambi la tendenza ad appartarsi dagli altri bambini sia a scuola che nei giochi in cortile. Il loro estraniamento ha inizio con questa tendenza ad isolarsi della prima infanzia. Parlando di infanzia non va sottaciuto il ruolo avuto dai rispettivi padri, che furono figure di primo piano nella loro vita e nella loro opera.

Il padre di Kafka fu per lui un tiranno che voleva farne un vero Kafka, anche se il carattere e l'indole del figlio non avrebbero potuto essere meno adatti.

All'opposto il padre di Schulz fu uomo intelligente e con attitudine al sogno, molto tenero verso il figlio, e questi lo amò tanto da eternarlo nei suoi testi in modo assolutamente positivo, a differenza di quanto fece Kafka nei confronti del proprio.
Entrambi i padri erano proprietari di negozi aperti grazie al denaro portato in dote dalla moglie. Hermann Kafka aveva un negozio di chincaglieria, Jakob Schulz vendeva tessuti.

In der Schule hatten beide keine Schwierigkeiten, weil sie sehr begabte und fleißige Schüler waren und ihr Abiturexamen mit Auszeichnungen ablegen konnten. Sowohl Kafka als auch Schulz mussten die bittere Erfahrung machen, an der Hochschule Fachrichtungen zu studieren, die ihnen keinen Pfennig Spaß machten. Kafka ließ sich von seinem Vater überzeugen, Jura zu studieren, denn dies war die einzige humanistische Fachrichtung, die nach dem Studium ein gutes Einkommen garantierte. Die gleiche Situation wiederholte sich im Falle Schulzens, der nur auf Anraten seines pragmatischen Bruders Izydor die Architektur an der Technischen Hochschule Lemberg wählte. Kafka hatte jedoch mehr Glück als Schulz, da er im Gegensatz zu Schulz sein Studium beenden und in einen ordentlichen Beruf einsteigen konnte. Schulz musste sich gezwungenermaßen mit einem kleinen Lehreretat zufrieden geben, der für ihn zu einer lebenslangen Qual wurde.

Non ebbero difficoltà a scuola, poichè erano capaci e dotati di buona volontà, e ottennero la maturità con voto di distinzione.

Tanto a Kafka che a Schulz toccò l'amara esperienza di dover compiere studi per cui non provavano alcun interesse. Kafka si lasciò convincere dal padre a studiare giurisprudenza, che era l'unica facoltà capace di garantire un buon reddito dopo la laurea.
Lo stesso si verificò per Schulz, che scelse ingegneria alla Scuola Superiore di Lemberg solo dietro consiglio del fratello, il pragmatico Isidoro.
Kafka ebbe tuttavia più fortuna di Schulz, perchè diversamente da lui riuscì a finire gli studi e ad intraprendere una professione regolare.
Schulz fu costretto ad accontentarsi di un piccolo stipendio da insegnante, che fu per lui perenne motivo di rammarico.

Kafkas und Schulzens Beziehungen zu Frauen waren sehr seltsam und keiner von ihnen heiratete und von Nachkommen war auch nicht die Rede gewesen. Kafka war dreimal verlobt: zweimal mit Felice Bauer und einmal mit Julie Wohryzek. Er hatte die panische Angst, ein Ehe- und Familienleben würde ihn daran effektiv hindern, dem Schreiben nachzukommen, das für ihn Alles bedeutete. In Schulzens Fall war es nicht viel anders. Er war in seinem Leben nur einmal verlobt, mit der zum Katholizismus konvertierten Józefina Szelinska. Doch auch in der Liebe holte ihn die Wirklichkeit ein: Szelinska fand eine Arbeit in Warschau und so machten beide aus, dass Schulz ihr in diese Stadt folgen würde, doch dieser Plan musste scheitern, weil Schulz es nicht geschafft hat, aus Drohobycz auszuziehen, denn sein ganzes Schaffen war mit dieser Stadt verbunden und nur hier, dachte er, könne er dieser Tätigkeit schöpferisch nachkommen. Auf diese Weise musste diese Beziehung scheitern.

I rapporti di Kafka e di Schulz con le donne furono particolari, e nessuno di loro si sposò nè pensò ad avere dei figli. Kafka si fidanzò tre volte: due volte con Felice Bauer ed una con Julie Wohryzek. Egli temeva che il matrimonio e la famiglia gli impedissero di scrivere, cosa che per lui significava Tutto.

Il caso di Schulz non fu molto diverso. Si fidanzò una sola volta, con una donna convertita al cattolicesimo, Józefina Szelinska.
Ma anche l'amore dovette fare i conti con la realtà: Szelinska trovò lavoro a Varsavia e Schulz avrebbe dovuto seguirla, ma il progetto abortì perchè Schulz non riuscì a lasciare Drohobycz, a cui era legata tutta la sua capacità creativa, il solo luogo in cui egli riteneva di poter proseguire in modo costruttivo la sua attività. Così il loro rapporto naufragò.

Was Einem auffallen kann, ist die Tatsache, dass sowohl Kafka als auch Schulz Unmengen von Briefen an ihre Verlobten und auch an viele Bekannte richteten. Man hegt die Vermutung, dass Kafka seine Brieffreunde (vor allem Felice Bauer) als leere Wände benutzte, die er mit Projektionen füllte. Sicherlich ist daran etwas wahr, wenn man sich die in die Hunderte gehende Briefzahl vor Augen hält, doch spielte hier sicherlich auch seine Entfremdung eine nicht minder wichtige Rolle, die er mit Hilfe der Briefe zu kompensieren versuchte. Er suchte durch die vielen Briefe einfach nur menschliche Nähe, der er sich in der realen Welt verweigerte, und einen Menschen, der ihn verstehen würde, denn manchmal konnte er sich selbst nicht verstehen.
Ähnlich durfte es auch im Falle Schulzens gewesen sein, obwohl dieser auch durch seine Briefkorrespondenz das Provisorium einer Nähe zu anderen Intellektuellen seiner Zeit aufrecht zu erhalten versuchte, denn hier, im provinziellen Drohobycz, war er von den geistigen Strömungen seiner Zeit, die man vor allem in Warschau zu suchen hatte, abgeschnitten. Leider sind die meisten seiner Briefe dem Krieg zu Opfer gefallen, im Gegensatz zu den Briefen Kafkas, die weit mehr Platz einnehmen als seine literarischen Texte.

E' noto che sia Kafka che Schulz indirizzarono alle loro fidanzate e ai conoscenti una quantità enorme di lettere.

Si ritiene che Kafka considerasse le sue lettere agli amici (e soprattutto quelle a Felice Bauer) come contenitori vuoti, che riempiva con le sue proiezioni.
Deve esserci qualcosa di vero se si pensa alle centinaia di lettere che ha scritto, su cui può aver influito il suo senso di estraneità, che cercava di compensare attraverso di esse. Con queste egli ricercava un senso di vicinanza umana, rifiutata nel mondo reale, e di comprensione, dato che nemmeno lui talvolta era in grado di comprendere se stesso.

Lo stesso deve essere avvenuto per Schulz, che però con le sue lettere cercava anche contatti con un intellettuale di allora, dato che nella piccola e provinciale cittadina di Drohobycz si sentiva isolato dalle correnti culturali del suo tempo, che fiorivano soprattutto a Varsavia. Purtroppo la maggior parte delle sue lettere è andata perduta durante la guerra, mentre le lettere a noi rimaste di Kafka sono più voluminose dei suoi testi letterari.

Beide mussten relativ früh sterben. Kafka erlag mit einundvierzig Jahren seiner Tuberkulosekrankheit, doch er hatte das Glück, den Holocaust nicht miterleben zu dürfen und auf eine tragische Weise zu sterben wie Schulz. Wenn es um die unmittelbaren Kontakte der beiden Dichter zueinander geht, so muss man leider mit Bedauern feststellen, dass es diese nie gegeben hat. Kafka kannte Schulz nicht, der erst Jahre nach seinem Tod zu Ruhm gelangt ist. Schulz dagegen war mit den Texten Kafkas bestens vertraut, denn viele Motive, die wir vor allem in seinen „Zimtläden" finden, waren mit denen Kafkas zum verwechseln ähnlich. Außerdem half Schulz seiner Verlobten Józefina Szelinska, den „Prozeß" Kafkas erstmals ins Polnische zu übersetzen. Jahrzehntelang glaubte man, diese Übersetzung stamme von Bruno Schulz, doch hat dieser die Übersetzung nur mit seinen Namen unterschrieben, um dem Buch zu größerem Erfolg zu verhelfen. Das Nachwort zur polnischen Erstausgabe des „Prozeß" ist jedoch zweifelsohne mit der Hand Bruno Schulz' geschrieben. Darin bezeichnet er Kafka als „Schöpfer großen Formats [...], der um die Entbindung der tiefsten Probleme des Daseins kämpfte" (BS 242). Dass er sich von Max Brods religiöser Auslegung des „Prozeß" irreführen ließ, ist eine andere Geschichte.

Entrambi morirono relativamente giovani. Kafka morì a 41 anni di tubercolosi, ma ebbe la fortuna di non vivere l'olocausto ne' di morire in modo tragico come Schulz.

Contatti diretti tra i due scrittori purtroppo non ve ne furono. Kafka non conosceva Schulz, che giunse alla notorietà diversi anni dopo la sua morte. Schulz al contrario aveva grande dimestichezza coi testi kafkiani, e molti motivi che ricorrono nel suo "Zimtläden" ("Le botteghe color cannella") sono talmente simili a quelli di Kafka da poterli quasi confondere.
Inoltre egli aiutò la fidanzata Józefina Szelinska nella prima traduzione in polacco del "Processo" di Kafka.
Per decenni si è pensato che questa traduzione fosse di Bruno Schulz, poichè la firmò col suo nome per dare al libro maggiori possibilità di successo. La postfazione alla prima edizione polacca del "Processo" è tuttavia senz'altro scritta di suo pugno.

Kafka vi viene definito un "autore di grande statura [...], che lottava per portare alla luce i problemi più profondi dell'esistenza" (BS 242).
Altra questione è il fatto che Schulz si sia lasciato sviare dall'interpretazione religiosa del "Processo" data da Max Brod.

Die größten Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden geheimnisvollen und von Legenden umwehten Schriftstellern bestehen jedoch nicht in den trockenen biographischen Fakten, sondern in ihrem Charakter, ihrer Seele, ihrem Fühlen und ihrer eigenartigen Rezeption der Welt und des Lebens. Beide mussten sich durchs Leben quälen und verfielen oft in depressive Zustände, die sich an ihren letzten Lebenskräften zu schaffen machten. Sie schufen in ihren Werken traumhafte Welten, voll von phantastischen Begebenheiten und schwer erklärbarer Symbolik, die in den Texten mit der Wirklichkeit zu Einem verschmolzen. Sowohl Kafka als auch Schulz waren, am mildesten ausgedrückt, von der Welt, die sie im realen Leben antrafen, wenig begeistert. Kafkas und Schulzens literarische Welten ähnelten sich sehr, doch ihnen liegen verschiedene Wirklichkeitsbewältigungen zu Grunde. Kafkas Welt ist eine tief pessimistische, in der das Individuum den Machtinstanzen, egal was oder wen diese repräsentierten, hoffnungslos ausgeliefert ist. Schulz dagegen dichtete sich eine Welt zusammen, in der die uralten Mythen, die in jedem Menschen tief schlummerten, zu neuem Leben erweckt werden sollten. Trotz dieser Verschiedenheit können wir sagen, dass es kaum zwei andere Schriftstellerleben gibt, die sich in solch hohem Grade ähneln. Weit interessanter als die Biographien ist jedoch die Art und Weise auf die ihre Texte entstanden sind.

Le principali analogie tra questi due autori misteriosi e leggendari non consistono tuttavia solo in aridi dati biografici bensì nel loro carattere, nella loro anima, nel loro sentire e nella particolare percezione del mondo e della vita.

Entrambi ebbero una vita tormentata e soffrirono di stati depressivi, che tennero impegnate tutte le loro forze vitali.

Crearono nei loro lavori mondi onirici pieni di avvenimenti fantastici e di un simbolismo di difficile interpretazione, che nel testo si fonde a formare un tutt'uno con la realtà. Tanto Kafka quanto Schulz erano, per dirla con un eufemismo, poco entusiasti del mondo reale.

I loro mondi letterari si somigliano molto, tuttavia hanno alla base modi diversi di affrontare la realtà. Il mondo di Kafka è un mondo profondamente pessimista in cui l'individuo è, senza alcuna speranza, alla mercè di apparati di potere - non importa cosa o chi questi rappresentino.

Schulz al contrario creò un mondo in cui gli antichi miti, sopiti dentro ogni uomo, tendono a tornare a nuova vita. Nonostante queste differenze possiamo dire che forse non esistono due scrittori tanto simili tra loro.
Molto più interessante delle loro biografie è tuttavia il modo in cui i loro testi sono stati creati.

[1] Eine kleine Ausnahme macht der Artikel "Franz Kafka - Bruno Schulz: Symptomy obsesji" ("Franz Kafka - Bruno Schulz: Symptome der Obsession") von Malgorzata Kitowska, der 1985, also schon vor fast 20 Jahren, in der literarischen Zeitschrift "Twórczoc" erschienen ist.

Un'eccezione è costituita dall'articolo "Franz Kafka - Bruno Schulz: sintomi di un'ossessione" di Malgorata Kitowska, uscito nel 1985, ben 20 anni fa, nella rivista letteraria "Twórczoc" (su)

ABKÜRZUNGEN - ABBREVIAZIONI

BS: Schulz, Bruno: Die Wirklichkeit ist Schatten des Wortes. Aufsätze und Briefe. Hrsg. von Jerzy Ficowski (2000), München, Deutscher Taschenbuch Verlag.

 

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